Bilden und Forschen
Forschung schafft Mehrwert
GlucoSense
Intelligenz im Bioreaktor
Wenn biotechnologisch hergestellte Medikamente produziert werden, entscheidet oft ein einziger Parameter über Qualität und Ausbeute: die richtige Versorgung der Zellkulturen mit Glukose. Bisher erfolgte die Überwachung häufig über manuelle Proben und Laboranalysen. Die gewonnenen Daten standen jedoch erst mit Verzögerung zur Verfügung, wodurch ein kontinuierliches Prozessmanagement nur eingeschränkt möglich war.
Hamilton und CSEM haben dieses Problem gemeinsam gelöst. Entstanden ist «GlucoSense», ein neuartiger optischer Sensor, der den Glukosegehalt direkt im Bioreaktor überwacht und erstmals eine permanente Messung in Echtzeit ermöglicht. Die Technologie liefert den Anwendern sofortige Informationen über den Zustand ihrer Zellkulturen und schafft die Grundlage für automatisierte und datenbasierte Produktionsprozesse.
Die Entwicklung von GlucoSense basiert auf langjähriger Forschungsarbeit in Graubünden. CSEM unterstützte Hamilton bei der Umsetzung anspruchsvoller Sensor- und Messtechnologien und half dabei, Forschungsergebnisse in ein marktfähiges Produkt zu überführen. Das Resultat ist eine Lösung, welche die Prozesssicherheit erhöht, Produktionsabläufe effizienter gestaltet und die Herstellung hochwertiger biologischer Medikamente verbessert.
Heute wird die Innovation als wichtiger Schritt hin zu einer intelligenten und kontinuierlich überwachten Bioproduktion angesehen. Das Produkt verdeutlicht, wie durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie in Graubünden Technologien entstehen, die globale Herausforderungen adressieren und einen direkten Nutzen für Unternehmen, Patienten und den Pharmastandort Schweiz schaffen.
Forschung trifft Wirtschaft
Gemeinsam zum Produkt
Die Zusammenarbeit zwischen CSEM und Bündner Unternehmen zeigt, wie aus regionalen Partnerschaften marktfähige Innovationen entstehen. Das Spektrum reicht von international erfolgreichen Industrieprodukten bis zur technologischen Unterstützung junger Startups.
Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Integra Biosciences in Zizers. Gemeinsam entstand der PIPETBOY GENIUS, eine intelligente Pipettierhilfe für Laboranwendungen. CSEM unterstützte die Entwicklung mit Sensorik, Pneumatik, automatischer Pipettenerkennung und Firmware. Das Resultat ist ein weltweit einzigartiges Produkt, das die Präzision erhöht und Laborprozesse vereinfacht.
Mit Viega Schweiz arbeitet CSEM an neuen Lösungen für die Überwachung der Trinkwasserqualität. Innovative Sensortechnologien ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Veränderungen im Wassersystem und leisten damit einen Beitrag zu einer sicheren und effizienten Wasserversorgung.
Eine langjährige Partnerschaft verbindet CSEM zudem mit CEDES in Landquart. Über viele Jahre entstanden gemeinsame Projekte im Bereich optischer Sensorik und industrieller Messtechnik. Die Zusammenarbeit trug dazu bei, innovative Sensorsysteme für internationale Märkte zu entwickeln und die Technologieführerschaft des Unternehmens weiter auszubauen.
Auch Bündner Startups profitieren von der Zusammenarbeit mit CSEM. So unterstützte CSEM das Jungunternehmen Findmee bei der Weiterentwicklung seiner IoT- und KI-Technologien. Gemeinsam wurden Hardware, Datenarchitektur und datenbasierte Auswertungsverfahren optimiert. Die gewonnenen Erkenntnisse schaffen wichtige Grundlagen für neue digitale Dienstleistungen und die weitere Unternehmensentwicklung.
Diese Beispiele zeigen, wie CSEM Forschungsergebnisse gemeinsam mit Unternehmen in wirtschaftlichen Nutzen überführt. Dadurch entstehen neue Produkte, zusätzliche Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Graubünden.
Innovation für Graubünden
Technologie für die Zukunft
CSEM ist ein Schweizer non-profit Technologie-Innovationszentrum und unterstützt Unternehmen dabei, Entwicklungen schneller in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt CSEM praxisnahe Lösungen für Industrie, KMU und Startups. Der Standort Landquart stärkt dabei insbesondere den Innovationsstandort Graubünden und die Ostschweiz.
Die Kompetenzen von CSEM reichen von Sensorik, Photonik, Mikroelektronik und Robotik über künstliche Intelligenz, Datenanalyse und digitale Technologien bis hin zu nachhaltigen Energiesystemen und Life-Science-Anwendungen. Unternehmen profitieren von modernster Forschungsinfrastruktur, interdisziplinären Expertenteams und langjähriger Erfahrung in der Entwicklung neuer Technologien.
Gemeinsam mit Industriepartnern entwickelt CSEM neue Produkte, optimiert Prozesse und begleitet den Technologietransfer von der ersten Idee bis zur industriellen Umsetzung. Die Zusammenarbeit erfolgt in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Machbarkeitsstudien, Innovationsworkshops sowie nationalen und internationalen Förderprogrammen. Besondere Bedeutung hat dabei die Unterstützung von KMU und Startups, die Zugang zu spezialisiertem Know-how und einem breiten Innovationsnetzwerk erhalten.
Mit seinen Aktivitäten leistet CSEM einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft. In Graubünden entstehen durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen neue Technologien, zusätzliche Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Gleichzeitig fördert CSEM die Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand und stärkt damit die Innovationskraft der gesamten Region.
Innovation wird Realität
CSEM
Neue Ideen entfalten ihr Potenzial, wenn Forschung und Industrie zusammenkommen. CSEM entwickelt gemeinsam mit Unternehmen Technologien weiter, prüft ihre Machbarkeit und bringt sie Schritt für Schritt in die Anwendung. So entstehen aus Know-how konkrete Lösungen, neue Produkte und Innovationen mit Wirkung.